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Fahrzeugvorstellung Historik - Oktober

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Sehr geehrte Besucher der Webseite,
da wir leider in den letzten Monaten keine bzw. wenige Treffen des Fachbereiches Historik durchgeführt haben, wir euch aber die historische Technik nicht vorenthalten wollen, haben wir uns überlegt, einmal im Monat ein historisches Fahrzeug aus unserem Verbandsgebiet in diesem Format zu präsentieren.

Dabei durchstreifen wir sämtliche Epochen der Feuerwehrhistorik, die Fahrzeugvorstellungen werden immer Mitte des Monats veröffentlicht. Ihr dürft gespannt sein.

Wir starten unsere Fahrzeugvorstellung mit dem „Unimog des Ostens“.

Einige werden es schon erraten haben es geht um den allseits bekannten Robur LO.

Beginnen wir mit den Grundsätzen dieses Fahrzeugtyps (wir behandeln hier das Modell Löschgruppenfahrzeug LF8-TS8-STA auf Robur LO 2002 A)

Die Feuerwehrfahrzeuge auf Robur LO 2002 A stammen aus dem ehemaligem VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz, dieses Fahrzeug lösten den Leistungsschwächeren Robur LO 1801 A ab. Das Fahrzeug verfügt über ausgezeichnete Fahreigenschaften im Gelände sowie eine ausgezeichnete Wat- und Steigfähigkeit. Die Fahrerkabine ist in Ganzstahlbauweise gefertigt, hier fanden der Maschinist und der Gruppenführer Platz. Zwischen Fahrer und Beifahrer befindet sich der Motor davor gelagert die fest eingebaute Vorbaupumpe vom Typ: FPV 8/8 die eine Nennförderleistung von 800 l/min bei 8 Bar Nennförderdruck.

Der Aufbau weist eine Gemischtbauweise (Kunststoff, Stahl, Holz,) auf. Auf diesem Aufbau finden bis zu 8 Feuerwehrleute und die umfangreiche feuerwehrtechnische Ausrüstung ihren Platz. Links seitlich eingeschoben (heute würde man sagen im Gerätefach 1) befindet sich eine Tragkraftspritze vom Typ: Jöhstadt TS 8/8. Da der Mannschaftsraum und der Fahrerraum räumlich voneinander getrennt sind gibt es eine Sprechverbindung via festverdratetem Telefon. Grundsätzlich wurden diese Fahrzeuge mit einem STA (Schlauchtransportanhänger) ausgeliefert dieser hat 600 Meter B-Schlauch in Buchten geladen die währende der Fahrt verlegt werden können.

Bei diesen Fahrzeugen besteht auserdem die Möglichkeit diese mit wenigen Handgriffen zu anderen Fahrzeugen umzubauen.

Hier eine Übersicht über die möglichen Aufbauten:
Mannschaftstransportfahrzeug, (mehr Sitzbänke)
Gerätewagen, (mit Kranausleger 1 Mp)
Schlauchwagen, (mit Schlauchkasten-Einschub)
Tanklöschfahrzeug, (mit Tankblase 900 Liter)
Lastkraftwagen.

Über diese Aufbautypen werden wir in den nächsten Fahrzeugvorstellungen berichten.

Kommen wir nun zu den Technischen Daten des Fahrzeuges.

Fahrgestell
Typ: LO 2002 A
Radstand: 3025 mm

Motor
4-Zylinder, 4-Takt-Otto, luftgekühlt
Leistung: 55,2 kW (75 PS) bei n = 2800 l/min
Drehmoment: 230 Nm bei n = 1900 l/min
Hubraum: 3345 cm³
Höchstgeschwindigkeit: 85 km/h
Dauergeschwindigkeit: 70 bis 80 km/h
Reichweite: 350 km

Getriebe
5-Gang-Wechselgetriebe
1 Rückwärtsgang
2. bis 5. Gang synchronisiert
Verteilergetriebe mit Geländegang und Allradantrieb


Kommen wir nun zu direkt zu so einem Fahrzeug das bei uns im Verbandsgebiet unterwegs ist.

Das Fahrzeug wurde am 31.01.1984 als Neufahrzeug an die Feuerwehr Wanzleben ausgeliefert, dort verrichtete es dann seinen Einsatzdienst bis 1989. Ab 1990 verrichtete das Fahrzeug seinen Einsatzdienst bei der Feuerwehr Klein Oschersleben, bis es dann im März 2003 von einem neueren Fahrzeug abgelöst wurde. Von April 2003 bis September 2003 verrichtete der LO ersatzweise seinen Dienst in Alikendorf. Ab da an stand das Fahrzeug dann lange in einer Scheune, bis es dann 2015 aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde und mit liebevoller Arbeit zu einem nun wieder völlig Einsatzbereitem Löschgruppenfahrzeug hergerichtet wurde. Abgerundet wird das Gespann von einem TSA (Tragkraftspritzenanhänger). Dieser ist Baujahr 1984 und leistete seinen Einsatzdienst bei der Feuerwehr Warsleben, später bei der Feuerwehr Ausleben als Beleuchtungsanhänger.

In seiner aktiven Einsatzzeit war der LO schon an einigen größeren Einsätzen beteiligt, unter anderem am 11.10.1985 zum Zugunglück in Neu Ummendorf, bei einer Flugzeughaverie 1987 in Beyendorf, außerdem vom 14.04.-17.04 beim Bodehochwasser in Klein Oschersleben und beim verheerenden Brand des Renaissanceschlosses Groß Germersleben im November 1999.

Besitzer dieser beiden Schmuckstücke ist Kamerad Steffen Böttcher aus Alikendorf.

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und seit schon auf die nächste Ausgabe gespannt.

Du besitzt auch ein historische Feuerwehrfahrzeug? Dann schreibe mir mit einer kurzen Vorstellungen unter martin.sperling[at]florian-boerdekreis.de


Text: Fachbereichsleiter Historik Martin Sperling
Bilder: Steffen Böttcher

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